Besuch der Kriegsgräberstätte des Lagers Stalag VI A nach Hemer

Gemeinsam mit den Gästen aus den Niederlanden und Berlin unternahm der Förderverein am Donnerstag vor Karfreitag eine Studienfahrt zur Gedenkstätte des Stalag VI A in Hemer und hat dort u.a. auch die Kriegsgräberstätten des Lagers besucht.

Stalag ist eine Abkürzung für „Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager.“ Das Stalag VI A in Hemer war während des Zweiten Weltkrieges eines der größten Kriegsgefangenenlager im Deutschen Reich.

Mehr als 320 Tausend Kriegsgefangene durchliefen von September 1939 bis April 1945 das Lager in Hemer.

Menschen verschiedener Nationen wurden dort unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten. Hunger, Krankheit, Misshandlungen und Erschöpfung kostete vielen Gefangenen das Leben. Besonders schlimm war das Los der sowjetischen Kriegsgefangenen, die ab Oktober 1941 im VI A inhaftiert waren.

Das Stalag VI A in Hemer war insbesondere für die Bereitstellung von Arbeitskräften für den Ruhrbergbau zuständig. Die Kriegsgefangenen mussten in Betrieben und Zechen schuften. Wenn sie nicht mehr arbeitsfähig waren, wurden sie völlig entkräftet von der harten Arbeit ins Lager zurückgeschickt. Viele, insbesondere sowjetische Kriegsgefangene, starben im Lager.

Auf dem Friedhof auf dem Duloh wurden mehr als 20 Tausend meist sowjetische Kriegsgefangene begraben. Von sehr vielen sind die Namen bis heute nicht bekannt. Das Denkmal auf der Kriegsgräberstätte „Höcklinger Weg“ trägt die Inschrift „Hier ruhen 3000 sowjetische Bürger, die in den Jahren 1941 – 1945 fern ihrer Heimat starben“.