Tirzah Haase liest: „Der Ring. Erinnerungen aus einem nationalsozialistischen Gefängnis“ von Peter Rosenbaum

Frühsommer 1934: Weil seine frühere Telefonnummer bei einer Razzia gefunden wird, nimmt die Gestapo den Bildhauer und Kommunisten Peter Rosenbaum (1904-1990) in Haft. Drei Monate wartet er im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit auf eine Anklage, bis er schließlich überraschend wieder entlassen wird. Vier Jahre später – Rosenbaum ist mittlerweile nach Frankreich geflohen – schreibt er seine Erinnerungen an die Haft auf.

Tirzah Haase studierte Schauspiel und Gesang an der staatlichen Hochschule für bildende Künste Hamburg, an der Musical-Schule in Hamburg und bei Ida Ehre. Neben zahlreichen festen Theater-Engagements war sie auch in diversen eigenen Produktionen sowie unterschiedlichen TV-Formaten zu sehen. Sie lebt in Dortmund.

Donnerstag, 5. Dezember 2019
19:00 Uhr

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

44147 Dortmund

Schwerer Angriff auf die Arbeit der deutschen antifaschistischen Vereinigung VVN-BdA

 

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) informierte heute darüber, dass mit dem Mitteln des Steuerrechtes ihre politische Arbeit gegen alte und neue Nazis, gegen Rassismus und Demokratieabbau, für antifaschistische Geschichtserinnerung und Völkerverständigung sowie die Unterstützung der letzten noch lebenden Zeitzeugen aus Verfolgung und Widerstand angegriffen wird.

Während auf der einen Seite die politisch Verantwortlichen nach dem Attentat auf eine Synagoge in Halle vollmundig vom Kampf gegen Rechts und gegen Antisemitismus reden, wird die größte antifaschistische Organisation in Deutschland auf finanzieller Ebene angegriffen. Damit leisten die Steuerbehörden einen Beitrag dazu, Antifaschismus zu verfolgen – wie es die extrem rechte AfD fordert.

Unter der Überschrift „Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!“ schreibt die VVN-BdA:
„Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die Gemeinnützigkeit entzogen. Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten und auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit ist die VVN-BdA in ihrer Existenz bedroht. …
Von Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse 1947 gegründet, ist die VVN-BdA seitdem die größte, älteste, überparteiliche und überkonfessionelle Organisation von Antifaschistinnen und Antifaschisten Deutschlands. Sie vertritt die Interessen von Verfolgten und Widerstandskämpfern, sowie deren Nachkommen, tritt für Frieden und Völkerverständigung ein und hat gegen große gesellschaftliche Widerstände wesentlich dafür gesorgt, dass die Verbrechen des Nazi-Regimes nicht in Vergessenheit geraten sind, u.a. durch den Einsatz für die Errichtung von Gedenkstätten und Erinnerungsorten und vielfache Zeitzeugenarbeit. Sie informiert über aktuelle neofaschistische Umtriebe und organisiert den Widerstand in breiten Bündnissen. …
Wir fordern die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für unsere Organisation!
Wir fordern praktische Unterstützung für alle zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen, die die Grundwerte des Grundgesetzes gegen rassistische, antisemitische, nationalistische und neofaschistische Angriffe verteidigen!“

Die FIR unterstützt die VVN-BdA bei ihrem Kampf um ihre Gemeinnützigkeit. Gerade erst haben wir die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“, die maßgeblich von der VVN-BdA mitgetragen wird, mit dem Michel-Vanderborght-Preis ausgezeichnet.
Wir sehen in dem Vorgehen der Finanzbehörde einen Versuch, die Organisation mit dem Instrument des Steuerrechts politisch mundtot zu machen. Hier sind der Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und die Länderfinanzminister gefordert, diese Angriffe auf eine aktive zivilgesellschaftliche Organisation im Kampf gegen Neofaschismus und Rechtsentwicklung zu stoppen.

Aktion 3 – Deutsche verwerten jüdische Nachbarn

Seit Herbst 1941 wurde im Deutschen Reich unter dem Tarnnamen „Aktion 3“ die Ausplünderung der jüdischen Deportierten durch ein Netzwerk aus Finanzämtern, Zoll und Gestapo systematisch organisiert. Das Reichsfinanzministerium gab Anweisungen heraus, wie das Vermögen der deutschen Juden einzuziehen sei. Der Staat bereicherte sich durch die öffentliche Versteigerung allen Besitzes der deutschen Juden. Die Bevölkerung erwarb in diesen Versteigerungen Möbel, Wäsche, Bekleidung, Spielzeug etc. ihrer jüdischen Nachbarn, welche zuvor detaillierte Vermögensaufstellungen anzufertigen hatten. Es gab darüber hinaus direkte Verkäufe und auch öffentliche Stellen haben sich bedient. Von der Ausplünderung der letzten Habe der deutschen Juden profitierten weite Kreise der Bevölkerung.

Diese Entrechtung und Enteignung ist in den durch die Finanzbehörden geführten Akten heute nachvollziehbar. Die Ausstellung dokumentiert diese Akten und zeigt die tiefe Entrechtung der Betroffenen. Erst Ende der 1990er Jahre wurden die Rolle der Finanzbürokratie und ihrer Angehörigen, die Fragen nach ihrer Motivation, ihren Handlungsoptionen und Verantwortlichkeiten breiter erörtert.

Führungen durch die Ausstellung sind nach Anfrage möglich: dortmundgegenrechts@gmx.net

Eine Veranstaltung des Bündnis Dortmund gegen Rechts und der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache mit freundlicher Unterstützung der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund, der VVN/BdA sowie des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergpark-Komitee e.V.

Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag am 17. November 2019 auf dem Internationalen Friedhof, Dortmund

Am 17. November findet 11.00 Uhr auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg eine Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt, die von den Schüler*innen der Europaschule mitgestaltet wird.  Auf dieser Gedenkveranstaltung soll an die Menschen erinnert werden, die in Dortmund Zwangsarbeit leisten mussten. Viele überlebten das nicht. Sie sind an den harten Arbeitsbedingungen und an der fehlenden Versorgung gestorben.

Anlässlich des Volkstrauertags möchte der historische Verein Ar.kod.M e.V. an die verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen und Zivilarbeiter*innen erinnern. Uns ist dabei wichtig, diese Erinnerung so konkret wie möglich zu machen und den Verstorbenen einen Namen und ein Gesicht zu geben. Aus diesem Grund haben wir ein Banner erstellen lassen auf dem Auszüge der Personalkarten von 6 verstorbenen Kriegsgefangenen abgebildet sind, die auf dem Internationalen Friedhof begraben wurden.

Die Gedenkveranstaltung am Internationalen Friedhof am Rennweg beginnt um 12.00 Uhr.

Zunächst ist um 11.00 Uhr die Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof sie endet um 11.35 Uhr mit einem „Friedensmarsch“ zum Friedhof am Rennweg

Ablauf der Gedenkstunde dort:

12.00 Uhr Wortbeitrag zum Projekt „Namensziegel gegen das Vergessen“ (Europaschule)

12.10 Uhr Musikalischer Beitrag

12.15 Uhr Wortbeitrag zum Thema Frieden (Schule am Marsbruch)

12.20 Uhr Kranzniederlegung

12.25 Uhr Totengedenken

12.30 Uhr Schweigeminute

12.31 Uhr Musikalischer Beitrag 

Gedenkveranstaltung in Dortmund-Dorstfeld am 8. November 2019

In diesem Jahr jährt sich die Pogromnacht zum 81. Mal. Um der nationalsozialistischen Verbrechen zu gedenken und ein Zeichen gegen aktuellen Antisemitismus zu setzen, wird am 8. November eine Gedenkstunde mit Rede- und Kulturbeiträgen am Mahnmal für die ehemalige Synagoge in Dortmund-Dorstfeld stattfinden. Begleitet wird die Kundgebung von einem Rahmenprogramm auf dem Wilhelmplatz, bei dem Dortmunder Schulen, Organisationen und Initiativen ihre Arbeit zu den Themen Nationalsozialismus, Gedenken und Antisemitismus vorstellen. Die Gedenkveranstaltung findet mit Rede- und Kulturbeiträgen um 15 Uhr am jüdischen Mahnmal in Dorstfeld (Haltestelle ‚Wittener Straße) statt. Zuvor können ab 14 Uhr Ausstellungen auf dem Wilhelmplatz besucht werden. Bitte beachten Sie, dass ab ca. 15 Uhr der Bahnverkehr zur Wittener Straße eingestellt wird. 8. November 2019 | 14.00 Uhr | Jüdisches Mahnmal Dorstfeld, Haltestelle Wittener Straße. Beginn der Gedenkstunde ab 15 Uhr. | Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/392138101719225/

Aufruf zu Demonstrationen gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit in der Nordstadt

Am kommenden Montag wollen Neonazis in der Nordstadt erneut rassistisch und antisemitisch hetzen. Nach den Morden in Halle und den voraus gegangenen Umtrieben der Nazis in Dortmund wird die Stadtgesellschaft mit ihren verschiedenen Bündnissen gemeinsam den Nazis entschlossen entgegentreten. 

Um die Vielfalt des Protests deutlich zu machen, gibt es am Montag, 14.10. – jeweils ab 19 Uhr – bis dato drei Versammlungen und Demos an verschiedenen, aber eng bei einander liegenden, Orten. Denn der Naziaufmarsch soll nach den Vorkommnissen in Dortmund, aber vor allem auch in Halle, nicht unkommentiert bleiben. Zudem ist es längst überfällig, dass auch die Menschen in der Nordstadt, die seit Wochen die Aufmärsche der Nazis ertragen müssen, Unterstützung bekommen und Solidarität erfahren. 

Daher wird es bis dato folgende Versammlungen bzw. Demonstrationen geben:

Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache/ Internationales Rombergpark-Komitee e.V. wird in Kooperation mit dem Arbeitskreis Dortmund gegen Rechtsextremismus am NSU-Mahnmal (Steinstraße 48) eine Demonstration starten.

Das Bündnis Dortmund gegen Rechts wird seine Demonstration an der Kurfürstenstraße/ Ecke Kirchenstraße starten.

Das Bündnis BlockaDO trifft sich an der Ecke Grüne Straße/ Baumstraße. 

Die Organisationen rufen dazu auf, am Montag – unabhängig eines möglichen Verbots des Neonazi-Aufmarschs – ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit in Dortmund zu setzen. 

Die VeranstalterInnen

Die Dortmunder Polizei begrüßt den angekündigten friedlichen Gegenprotest, die Stellungnahme finden Sie hier:

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/4399044

 

Offener Brief an den Polizeipräsidenten Gregor Lange und an Polizeivizepräsidentin Alexandra Dorndorf

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Lange, sehr geehrte Frau Vizepräsidentin Dorndorf,

ich schreibe Ihnen im Auftrag des Begleitausschusses der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Wie Sie wissen besteht das Gremium aus allen wesentlichen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen unserer Stadt. Das Gremium hat am 10.Oktober einstimmig beschlossen, Sie aufzufordern, die Neonazi-Aufmärsche durch die Nordstadt zu untersagen.

Begründung:

Die menschenverachtenden Morde sowie die Angriffe auf die Synagoge in Halle durch einen Rechtsextremen erschüttern das ganze Land, erschüttern auch die demokratische Dortmunder Stadtgesellschaft zutiefst.

Es ist unerträglich, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland angegriffen werden. Die Angriffe und Morde von Halle, jeder Angriff auf jüdische Menschen und Einrichtungen sind Angriffe auf uns alle und auf die Werte unserer freien Gesellschaft. Antisemitismus ist deshalb mit aller Kraft und rechtsstaatlichen Härte zu bekämpfen, auch in Dortmund. Auch die Dortmunder Polizei hat sich mehrfach klar gegen Antisemitismus geäußert und ist im März 2019 dem Dortmunder Netzwerk gegen Antisemitismus beigetreten.

Trotzdem ziehen in Dortmund Neonazis immer wieder mit antisemitischen Parolen und dem Ruf „Nie wieder Israel“ durch die Straßen. Allerdings wird im Auftreten deutlich, dass es sich nicht um eine wie immer geartete „Israel-Kritik“ handelt, sondern um Antisemitismus. Dies wird in den Störaktionen beim Pogromnacht – Gedenken in Dorstfeld, aber auch beim Skandieren der Parole „Wer Deutschland liebt ist Antisemit“, der Unterstützung der notorischen Holocaust-Leugnern Ursula Haverbeck sowie andere auch gerichtlich anhängige Äußerungen deutlich wie die des „Die Rechte“-Bundesvorsitzenden Sascha Krolzig, der den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Bielefeld als „frechen Juden-Funktionär“ bezeichnet hat  und dafür am 10. Oktober 2019 in zweiter Instanz verurteilt wurde.  Dies sind nur einige Beispiele für die antisemitische Grundhaltung der Dortmunder Neonazis.

Diese Rufe sind der verbale Aufruf für antisemitische Taten und Täter in Halle oder sonst wo. Die Dortmunder Neonazis haben angekündigt, an 12 Montagen durch die Nordstadt zu marschieren – zwei dieser Montags-Aufmärsche haben bereits stattgefunden, der nächste ist für den kommenden Montag angekündigt. Es ist zu erwarten, dass auch dabei wieder die o.g. sowie weitere antisemitische Parolen gebrüllt werden.

Nicht nur, aber erst recht seit dem rechtsextremen Attentat in Halle halten wir das für unerträglich und nicht hinnehmbar. Es muss insbesondere für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gerade auch in Dortmund wie ein Hohn klingen, wenn wenige Tage nach dem Terror in Halle und dem Angriff auf die dortige Synagoge der verbale antisemitische Hass auf den Straßen marschiert und zu hören ist.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat im Mai 2018 festgestellt, dass allein durch das Skandieren dieser Parolen die Grenzen der Meinungsfreiheit nach Art 5 GG noch nicht überschritten seien und für sich genommen nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllten. Gleichzeitig hält das Gericht fest, dass es keine konkreten Anhaltspunkte dafür gäbe, „(….) dass der Antragsteller (hier: die Partei DIE RECHTE) die Parole ‚Nie wieder Israel‘ oder eine vergleichbare Äußerung im Zuge der angemeldeten Versammlung mit einem paramilitärischen oder einem sonst die Bevölkerung einschüchternden aggressiven, gewalttätigen Auftreten verknüpfen werde.“

Gerade nach dem Terroranschlag in Halle sind wir der Auffassung, dass das nicht so stehen bleiben darf. Denn was sollte vor den Hintergrund der von einem Rechtsextremen verübten und der geplanten weiteren Morde an Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Halle die von Nazis in Dortmund gebrüllte Parole „Nie wieder Israel“ anderes sein als ein „die Bevölkerung einschüchterndes aggressives, gewalttätiges Auftreten“?

Dazu kommt, dass der Dortmunder Neonazi-Aufmarsch am kommenden Montag wahrscheinlich bundesweit der erste rechtsextreme Aufmarsch nach den schrecklichen Ereignissen in Halle sein wird. Deshalb ist damit zu rechnen, dass er aus diesem Grund medial weit über Dortmund hinaus begleitet, beobachtet und kommentiert werden wird. Dortmund würde dann wieder einmal bundesweit in das Licht einer Nazi-Hochburg geraten, in der Rechtsextreme sogar nur fünf Tage nach einem rechtsextremen Attentat ungestört marschieren dürfen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte zudem, dass der Täter von Halle auch gezielt Jagd auf Menschen mit Migrationshintergrund gemacht hat. Er tötete in einer Döner-Bude einen Migranten und versuchte weitere zu töten, was ihm nur auf Grund einer Ladehemmung der Waffe misslang. Neonazis danach durch die Nordstadt ziehen zu lassen – einem mehrheitlich migrantisch geprägten Viertel – im dem auch der NSU mit einem Kiosk-Mord seine Spuren hinterlassen und viel Leid verursacht hat, ist nicht hinnehmbar.

In diesem Zusammenhang wollen wir auch unseren Unmut nicht verhehlen, dass beim letzten Aufmarsch die Neonazis – entgegen der Zusicherung der Polizei – an der NS-Mahn- und Gedenkstätte Steinwache und dem NSU-Mahnmal vorbeigeleitet wurden.

Bereits vor zwei Wochen haben die Neonazis am Jüdischen Neujahr mit dem Skandieren „Nie wieder Israel“ und „Palästina hilf uns doch, Israel gibt es immer noch“ für bundesweite Empörung gesorgt und auch den israelischen Botschafter zu einem klaren Statement genötigt. Am 14. Oktober und dem 21. Oktober sind zudem erneut jüdische Feiertage. Daher sind solche Aufmärsche überhaupt nicht hinnehmbar. Am kommenden Montag ist der Eklat vorprogrammiert, da mit Dieter Riefling einer bekanntesten Hetzer der deutschen Neonazi-Szene – er ist mehrfach einschlägig vorbestraft – als Redner angekündigt ist.

Wir fordern Sie deshalb auf, vor diesem Hintergrund die Aufmärsche zu verbieten. Noch heute werden drei zivilgesellschaftliche Organisationen für den kommenden Montag jeweils Versammlungen anmelden.

Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit dürfen in Deutschland, dürfen in Dortmund keinen Platz haben.

Im Namen der Mitglieder des Begleitausschusses

Hartmut Anders-Hoepgen

Vorsitzender des Begleitausschusses

Nachrichtlich: Zivilgesellschaftliche Mitglieder im Begleitausschuss:

Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus

Bündnis Dortmund gegen Rechts
BlockaDo
Arbeitskreis Christen gegen Rechtsextremismus
Runder Tisch gegen Extremismus Lütgendortmund
Runder Tisch für Toleranz und Verständigung in Dorstfeld
Netzwerk gegen Rechts in Mengede
Runder Tisch für ein demokratisches Eving
Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergpark – Komitee
BVB – Fanbeauftragte
Ballspielverein Borussia
Mitglieder der Ratsfraktionen CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke
DGB Dortmund-Hellweg
Katholische Stadtkirche
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
BackUp
CoBaYana
Quartiersdemokraten
Jugendring Dortmund

 

Blumen für Stukenbrock – Einladung zur Fahrt und Teilnahme an der Antikriegstagsveranstaltung am Samstag, 7. September 2019, in Stukenbrock-Sennestadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Arbeitskreis „Blumen für Stukenbrock“ führt auch in diesem Jahr eine Veranstaltung im Gedenken an die 65.000 sowjetischen Kriegsgefangenen durch, die in Stukenbrock von den Nazis zu Tode gequält wurden. Der Arbeitskreis möchte damit die Erinnerung an das sowjetische Kriegsgefangenenlager Stalag 326 wachhalten und mit dazu beitragen, dass der Frieden zwischen den Menschen und den Völkern erhalten bleibt.

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Führung auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof. Anschließend – ab 15 Uhr – findet die Mahn- und Gedenkveranstaltung statt.

Busabfahrt am Samstag, 7. September 2019, um 12.30 Uhr von der Steinwache 

Nach Beendigung der Veranstaltung werden wir uns ins nahegelegene Restaurant „Alte Fockelmühle“ begeben.

Die Gedenkansprache hält in diesem Jahr Rolf Becker – Schauspieler, Hamburg