Karfreitag 2021

Seit 1954 finden jährlich in der Bittermark am Karfreitag Gedenkveranstaltungen statt, um an die fast 300 ermordeten Antifaschisten, Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter aus sieben Nationen zu erinnern, die zu Kriegsende hier und im Rombergpark ermordet wurden. Die Gedenkveranstaltungen an Karfreitag haben einen festen, ja zentralen Platz in der Erinnerungskultur in Dortmund.

Dazu gehört auch das Gedenken an die etwa 6.000 Opfer aus Russland, Polen und dem ehemaligen Jugoslawien, die auf dem Internationalen Friedhof ihre letzte Ruhestätte haben. Auf diesem Friedhof in Brackel ruht auch die Asche von gemordeten jüdischen Opfern des 9. November 1938 und der folgenden Schreckensjahre.

Seit über 60 Jahren treffen sich auch an jedem Karfreitag im Südpark in Lünen an einem Gedenkstein Menschen, um an die sechs ermordeten Lüner Widerstandskämpfer zu erinnern. Auch in Lippstadt wird jedes Jahr am Karsamstag den ermordeten Lippstädter Arbeitern und französischen Zwangsarbeitern gedacht, die nach Dortmund gebracht und dann im Rombergpark bzw. in der Bittermark ermordet wurden.

Aufgrund der Corona-Pandemie war die Durchführung von größeren öffentlichen Gedenkveranstaltungen nach 2020 auch in diesem Jahr 2021 nicht möglich.

Dennoch haben Mitglieder des Fördervereins im kleinen Kreis an den genannten Gedenkorten Blumen und Kränze niedergelegt und der vielen Opfer gedacht.

Es gilt, niemals zu vergessen, denn Zukunft braucht Erinnerung.

Die Fotostrecke zeigt Impressionen des Gedenkens:

Internationaler Friedhof Brackel
Internationaler Friedhof Brackel
Mahnmal Bittermark
Am Mahnmal Bittermark mit Ralf Brinkhoff und Georg Deventer
Mahnmal Bittermark
Neu gepflanzte Korbinian-Bäume nähe Mahnmal
Aktion der Botschafter/innen der Erinnerung mit Namenstafeln der Opfer
Südpark Lünen mit Katrin Rieckermann und Nils Märtin
Südpark Lünen