Gemeinsam gegen Antisemitismus – Wir erinnern an die Opfer der antisemitischen Gewalt in Israel und Halle – Stellungnahme des Fördervereins
Im Oktober jähren sich der rassistische und antisemitische Anschlag in Halle vom 9. Oktober 2019 sowie der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Wir als Förderverein Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V. sind Mitglied im Netzwerk zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie nachfolgend:
Datum: Donnerstag, 09.10.2025
Uhrzeit: 18:00 – 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Reinoldikirche
Ostenhellweg 2
44135 Dortmund
Bitte beachten Sie auch die Stellungnahme des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache – Intern. Rombergparkkomitee e.V.:
Wenn es heißt, dass wir uns wünschen, dass die Menschen in Israel und Gaza friedlich leben können und nicht mehr unter der Gewaltherrschaft der Hamas und den Folgen des Terror leiden müssen, sollte auch die palästinensische Bevölkerung auch nicht mehr unter den ungeheuren Vergeltungs- und Vernichtungsschlägen des israelischen Militärs im Gazagebiet leiden müssen. Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für die Sicherheit Israels und das Existenzrecht des jüdischen Staates, aber eben auch für die Einhaltung des Völkerrechts und den Schutz der palästinensischen Zivilbevölkerung. Wir müssen die Einhaltung des humanitären Völkerrechts einfordern und uns vieler Staaten anschließen, dass der Krieg im ersten Schritt über einen sofortigen Waffenstillstand beendet wird. Dazu gehört auch der sofortige Stopp von Waffenlieferungen, die von Israel völkerrechtswidrig in Gaza eingesetzt werden. Die Besatzung und die fortgesetzte Missachtung grundlegender Menschenrechte durch die jetzige israelische Regierung muss beendet werden. Das Aushungern, das Töten, die schrittweise Umsetzung zur Zwangsumsiedlung ist nicht zu rechtfertigen.
Gerade in diesen Tagen gibt es genug Gründe, für echten Frieden zu demonstrieren. Ob im Nahostkonflikt oder im Ukrainekrieg: Wer im Rahmen von Friedenskundgebungen die Aggressoren nicht benennt und die Angegriffenen noch belehrt, propagiert nicht Frieden, sondern Kapitulation. Eine Friedensbewegung darf sich nicht vor den Karren des Kremls spannen und muss es schaffen, die israelische Kriegs- und Besatzungspolitik zu verurteilen, ohne das Existenszrecht Israels in Zweifel zu ziehen.
Das Leid der Menschen ist unteilbar.
Georg Deventer / im September 2025