Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Pogromnacht und antisemitischer Gewalt am 10. November 2025 in Dortmund-Dorstfeld

In diesem Jahr jähren sich die nationalsozialistischen „Novemberpogrome“ zum 87. Mal. Daher findet am jüdischen Mahnmal um 15:00 Uhr eine Gedenkstunde statt, bereits um 14:00 Uhr beginnt das Begleitprogramm von Dortmunder Schulen und Organisationen auf dem Wilhelmplatz. Veranstalter: QUINDO e.V., weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem folgenden Flyer:

Veranstaltung im Fritz Bauer Forum, Bochum, anlässlich des Auschwitzprozesses 1963 – 1965

Am Dienstag, dem 25. November 2025, veranstaltet das Fritz Bauer Forum in Bochum – in Kooperation mit dem Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales
Rombergparkkomitee e.V. – eine Gedenk- und Mahnveranstaltung zum Jahrestag des Auschwitzprozesses vor 60 Jahren.

Beginn: 18:00 Uhr, Eintritt frei
Ort: Feldmark 107 in Bochum, am Rande des Hauptfriedhofes Bochum gelegen

In einer kleinen Ausstellung (vom 25.11. bis 09.12.2025) werden einige Bilder von Walter Liggesmeyer aus dessen Auschwitz-Zyklus „Mein Kind trägt Locken“ gezeigt. Die Bochumer Schauspielerin Karin Moog zitiert Gedichte aus diesem bildnerischen und literarischen Zyklus, der von Walter Liggesmeyer (1938-2017) nach seinem Besuch in Auschwitz im Jahre 1989 geschaffen wurde. Die Gründerin und Leiterin des Fritz Bauer Forum, Dr. Irmtrud Wojak, wird in das Thema historisch einführen.

Georg Deventer, Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Intern. Rombergparkkomitee und Nachlassverwalter von Walter Liggesmeyer, wird über dessen Leben und Werk einen kurzen Einblick geben.

Im Mittelpunkt steht jedoch ein Referat des Berliner Autors, Kurators und Journalisten Alwin Meyer stehen über „die Kinder von Auschwitz“. Alwin Meyer hat ein Leben lang weltweit nach überlebenden Kindern von Auschwitz geforscht und ihre Biographien umfassend veröffentlicht, z.B. in seinem im Steidl-Verlag erschienenen Hauptwerk „Die Kinder von Auschwitz – Vergiss Deinen Namen nicht“. Hierzu hatte die Stadt Dortmund und der Förderverein in den letzten Jahren schon Ausstellungen und Zeitzeugen-Veranstaltungen mit überlebenden Kindern von Auschwitz in Dortmund durchgeführt.

Solidaritätskundgebung des „Netzwerks zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund“ am 9.10.2025

Gemeinsam gegen Antisemitismus – Wir erinnern an die Opfer der antisemitischen Gewalt in Israel und Halle – Stellungnahme des Fördervereins

Im Oktober jähren sich der rassistische und antisemitische Anschlag in Halle vom 9. Oktober 2019 sowie der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Wir als Förderverein Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V. sind Mitglied im Netzwerk zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie nachfolgend:

Datum: Donnerstag, 09.10.2025

Uhrzeit: 18:00 – 19:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Reinoldikirche
Ostenhellweg 2
44135 Dortmund

Bitte beachten Sie auch die Stellungnahme des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache – Intern. Rombergparkkomitee e.V.:

Wenn es heißt, dass wir uns wünschen, dass die Menschen in Israel und Gaza friedlich leben können und nicht mehr unter der Gewaltherrschaft der Hamas und den Folgen des Terror leiden müssen, sollte auch die palästinensische Bevölkerung auch nicht mehr unter den ungeheuren Vergeltungs- und Vernichtungsschlägen des israelischen Militärs im Gazagebiet leiden müssen. Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für die Sicherheit Israels und das Existenzrecht des jüdischen Staates, aber eben auch für die Einhaltung des Völkerrechts und den Schutz der palästinensischen Zivilbevölkerung. Wir müssen die Einhaltung des humanitären Völkerrechts einfordern und uns vieler Staaten anschließen, dass der Krieg im ersten Schritt über einen sofortigen Waffenstillstand beendet wird. Dazu gehört auch der sofortige Stopp von Waffenlieferungen, die von Israel völkerrechtswidrig in Gaza eingesetzt werden. Die Besatzung und die fortgesetzte Missachtung grundlegender Menschenrechte durch die jetzige israelische Regierung muss beendet werden. Das Aushungern, das Töten, die schrittweise Umsetzung zur Zwangsumsiedlung ist nicht zu rechtfertigen.

Gerade in diesen Tagen gibt es genug Gründe, für echten Frieden zu demonstrieren. Ob im Nahostkonflikt oder im Ukrainekrieg: Wer im Rahmen von Friedenskundgebungen die Aggressoren nicht benennt und die Angegriffenen noch belehrt, propagiert nicht Frieden, sondern Kapitulation. Eine Friedensbewegung darf sich nicht vor den Karren des Kremls spannen und muss es schaffen, die israelische Kriegs- und Besatzungspolitik zu  verurteilen, ohne das Existenszrecht Israels in Zweifel zu ziehen.

Das Leid der Menschen ist unteilbar.

Georg Deventer / im September 2025

Einladung zur Veranstaltung am Antikriegstag, 1. September 2025

Wir laden herzlich zur Veranstaltung ein. Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V. ist seit Jahren Mitveranstalter des vom Deutschen Gewerkschaftsbund durchgeführten Antikriegstages.

Der Antikriegstag am 1. September, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939 und damit der Beginn des 2. Weltkrieges, ist für uns Anlass, der Opfer aller Kriege und des Nationalsozialismus zu gedenken. In der Vergangenheit haben wir die Veranstaltung an der Steinwache durchgeführt, dies wollen wir in diesem Jahr ändern und den Alten Markt mitten in der City nutzen, um mehr und vor allem auch jüngere Menschen anzusprechen, sich mit den Aspekten von Krieg und Frieden an diesem Tag auseinanderzusetzen. Wir wollen dazu bunt und kreativ werden, Geschichte lebendig werden lassen, Musik und vieles mehr auf die Bühne bringen.

Der DGB-Stadtverband Dortmund führt dazu in Kooperation mit der DGB-Jugend, dem Jugendring, den Falken, slado eV., dem VMDO eV. und dem Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Romberpark-Komitee e.V. die Antikriegstagveranstaltung am 1. September 2025 in der Zeit von 16 bis 19 Uhr auf dem Alten Markt in der Dortmunder City durch. Die Präsentation der Ergebnisse vom Tag, Interviews, Reden und Kulturbeiträge gibt es dann auf der Bühne ab 18 Uhr. Beachten Sie bitte auch den nachfolgenden Flyer:

Veranstaltungen des Stadtarchivs zur Steinwache im 2. Halbjahr 2025

Die Mahn- und Gedenkstätte ist seit Juni 2025 für den Um- und Ausbau geschlossen.

Es finden weiterhin öffentliche Stadtrundgänge und Vortragsveranstaltungen statt.

Stadtrundgänge: Dauer etwa 90 Minuten, kostenlos

  1. Thema : Dortmund und der Holocaust, Treffpunkt am Vorplatz der Steinwache, jeweils um 14.30 Uhr am 20.07.25 – 17.08.25 – 21.09.25 – 19.10.25 -16.11.25 – 21.12.25
  2. Thema: NS-Verfolgung in Dortmund, Treffpunkt vor dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte,  Hansastraße, jeweils um 14.30 Uhr am 06.07.25 – 03.08.25 – 07.09.25 – 5.10.25 – 02.11.25 – 07.12.25

Vortragsveranstaltungen:

Samstag, 20.09.25 um 19.00 Uhr im Stadtarchiv, Märkische Straße

Volker Heise „1945 – ein Jahr zwischen Katastrophe und Neuanfang“

Freitag, 10.10.25 um 20:00 Uhr im Dortmunder U

Film „Z“ von Costa Gavras ( 8 € )

Donnerstag, 16.10.25 um 19:00 Uhr im Stadtarchiv

Wolfgang Niesch „Hitlerputsch 1923 – Geschichte eines Hochverrats“

Nähere Informationen dazu finden Sie auch im Veranstaltungskalender der Stadt Dortmund unter

https://www.dortmund.de/dortmund-erleben/veranstaltungskalender/?customContentTags=W3sidmFsdWUiOiJHZWRlbmtzdMOkdHRlIFN0ZWlud2FjaGUiLCJpZCI6IjJkZGRiZGZlLWI0YTUtNDA0MS04MGQ4LTcxYmU1ZmFhMThmZSJ9XQ==

Einladung zum Gedenken in Dortmund-Hombruch

Zur öffentlichen Niederlegung eines Blumengebindes und zum Gedenken laden wir herzlich ein:

Donnerstag, den 24. Juli 2025, um 17 Uhr

an der Gedenktafel in Dortmund-Hombruch, Harkortstraße, an der Sparkasse, Nähe Hombrucher Markt

Seit mehr als 20 Jahren erinnern wir jährlich an vier Hombrucher Widerstandskämpfer, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.

Am 24.07.1944 wurden Hans Grüning und Wilhelm Knöchel im Zuchthausin Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet. Fritz Husemann wurde schon am 15.04.1935 im Konzentrationslager Esterwegen ermordet. Der Priester Wilhelm Oberhaus starb am 20.09.1942 in Dachau an Hunger und einer nicht behandelten Krankheit.

In diesen Zeiten blutiger Verwirrung ist es umso wichtiger, an diese Widerstandskämpfer zu erinnern, die sich mutig gegen die faschistische Diktatur und gegen Gewalt und Krieg eingesetzt haben und dafür ihr Leben gegeben haben.

Wir kommen an der Gedenktafel zusammen, um ein deutliches Zeichen für eine vielfältige, tolerante und demokratische Gesellschaft zu setzen.

Bürgermeister Norbert Schiilff wird das Leben der Ermordeten in Erinnerung rufen.

Wir freuen uns, Sie zu dieser offenen Gedenkveranstaltung begrüßen zu können.

Georg Deventer

Vorsitzender

Kontakt: gus.deventer@arcor.de oder Mobiltel. 0172-271 48 63              

Erinnern – Gedenken – Mahnen

Am 22. Juni 2025 erinnerte der Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V., gemeinsam mit der VVN, dem Friedensforum, dem Bündnis Dortmund gegen Rechts und dem historischen Verein Ar.kod.M. am Gedenkstein an der Westfalenhalle an den Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion vor 84 Jahren 1941. Die Erinnerung galt den vielen tausend Kriegsgefangenen, die im Stalag VI D in Dortmund interniert waren und Zwangsarbeit verrichten mussten. Viele von ihnen kamen infolge von Willkürakten, Krankheit, fehlender Versorgung und bei Bombenangriffen, denen sie in den Baracken rund um die Westfalenhalle schutzlos ausgeliefert waren, ums Leben. Bürgermeister Norbert Schilff (3.v.l.) rief in seiner Gedenkrede dazu auf, sich gegen den Krieg, gegen Nationalismus und gegen autoritäre Führungsansprüche zu stellen. Gerade auch in Dortmund zeige sich in zivilgesellschaftlichen Netzwerken, Bündnissen und Initiativen, dass gegen den Rechtsruck und gegen das Vergessen engagiert eingetreten wird (Foto: Förderverein).

Veranstaltungen am 8. Mai 2025

Anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes am 8. Mai 1945 legte der Förderverein der Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V. im Innenhof der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft einen Kranz nieder. Der Vorsitzende des Fördervereins, Georg Deventer, mahnte an diesem „Tag der Befreiung“, dass wir heute die Verantwortung haben, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Dem Erstarken des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus müsse entschieden, auch juristisch, entgegengetreten werden. Der Literaturdozent und Geschichtenerzähler Peter August Keßler erzählte lebhaft und anekdotisch, wie während des Krieges bei seiner Großmutter, in ihrer Familie und in der Dorfgemeinschaft im Sauerland die NS-Ideologie Beachtung bzw. Nichtbeachtung fand.

An der Steinwache mit Peter Keßler (rechts) Foto: Margret Deventer

Am Nachmittag beteiligte sich der Förderverein im Dietrich-Keuning-Haus bei einer ganztägigen  Veranstaltung der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord und des Begegnungszentrums Keuning-Haus mit einem Infostand. Der Tag zur „Zukunft der Demokratie“ begann mit Workshops für Schulklassen. Nachmittags dann die Veranstaltung für alle mit Gesprächscafes und einer Filmvorführung „Nordstadt unterm Hakenkreuz“, erstmals 1989 im Offenen Kanal ausgestrahlt. Georg Deventer hatte den Film aus dem Nachlass von Erich Rüttel bewahren können. Zur Filmvorstellung war auch der damalige Produzent Reinhold Giese gekommen. Auch eine Fotoausstellung „Dortmund 1945 vs. heute“ wurde eröffnet. Verschiedene zivilgesellschaftliche Gruppen, Vereine und Verbände luden zum Gespräch ein, darunter auch der Förderverein.  

Infostand im Dietrich-Keuning-Haus (Foto: Förderverein)

Am Abend fand dann noch in der Bürgerhalle des Rathauses die Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund statt, Motto: „80 Jahre Kriegsende – Geschichte begreifen, für die Zukunft handeln.“ Aus dem Förderverein nahm eine größere Gruppe von Mitgliedern teil. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. In seinem Vortrag bewertete der Historiker die heutige Gedenk- und Erinnerungskultur und zeigte Handlungsmöglichkeiten für die künftige Gedenkstättenarbeit auf.

Im Rathaus: Der Referent bei seinem Vortrag (Foto: Förderverein)