Das Bündnis Dortmund gegen Rechts veröffentlicht eine ordentliche Übersicht über die für den 31. August 2013 geplanten antifaschistischen Aktivitäten.
Archiv des Autors: irpk
Einladung zum Internationalen Antikriegstag 2013 in Dortmund
Der FV Gedenkstätte Steinwache / IRPK lädt seine Mitglieder und Freunde zum 1. September in den Innenhof der Steinwache ein. Angaben zum Programm und den Aufruf des DGB zum Antikriegstag finden Sie hier.
Aufruf des DGB zum Antikriegstag 2013
Gedenken an Widerstandskämpfer in Hombruch
Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache / Internationales Romberpark-Komitee ehrte am vergangenen Samstag, dem 27. Juli 2013, drei Hombrucher Widerstandskämpfer: Friedrich Husemann, bekannter Funktionär der Bergarbeitergewerkschaft und SPD-Reichstagsabgeordneter, wurde 1935 im KZ Esterwegen ermordet. Hans Grüning, Mitglied des kommunistischen Jugendverbandes, wurde 1944 im Zuchthaus Brandenburg enthauptet. Der katholische Priester Wilhelm Oberhaus wurde 1942 im KZ Dachau ermordet.
Alle drei stammten aus Dortmund-Hombruch oder hatten beruflich dort gewirkt. Am Sparkassen-Gebäude, dem Standort der ehemaligen Polizeiwache, erinnert eine Gedenktafel an die mutigen Widerständler. Mit einer kurzen Ansprache erinnerte Ernst Söder, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache/Internationales Rombergpark-Komitee an die Widerstandskämpfer. Gisa Marschefski, Ehrenmitglied des FS/IRPK, Tochter und Nichte der Gebrüder Mörchel, die zu den Ermordeten vom Karfreitag 1945 zählen, legte gemeinsam mit Ernst Söder einen Blumengruß an der Gedenktafel nieder.
Stellvertretender Vorsitzender Norbert Schilff, Gisa Marschefski und Vorsitzender Ernst Söder
Förderverein schließt sich dem Bündnis gegen Rechts an
Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache / Internationales Rombergpark-Komitee hat auf seiner Vorstandssitzung am 26. Juli 2013 den Beitritt zum Bündnis Dortmund gegen Rechts beschlossen. „Wir möchten die ausdauernde antifaschistische Bildungs- und Kulturarbeit des Bündnisses anerkennen und unterstützen“, heißt es in dem Vorstandsbeschluss. Das Bündnis Dortmund gegen Rechts besteht seit Mai 2000.
Der Förderverein beschloss außerdem, einen Aufruf des Bündnisses „Dortmund nazifrei“ zu unterzeichnen, mit dem die Dortmunder Bevölkerung zur friedlichen Blockade der Naziprovokation am 31. August 2013 aufgerufen wird. „In welcher zutiefst kriminellen Tradition sich die Neofaschisten bewegen, kann die Öffentlichkeit an der geplanten Mahnwache Dortmunder Nazis für die Freilassung von Erich Priebke deutlich sehen.“ Der SS-Mann steht als einer der Verantwortlichen für die Erschießung von 335 Zivilisten in Italien unter Hausarrest; Dortmunder Neonazis tragen sein Bild auf dem T-Shirt.
Die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte für die Opfer der mutmaßlich neofaschistischen „NSU“-Morde in unmittelbarer Nachbarschaft der Steinwache wurde durch den Vorstand begrüßt. „Nach dem Sieg über den Hitlerfaschismus konnten sich die überlebenden Nazigegner und die Angehörigen der Ermordeten sicher nicht vorstellen, dass im Jahre 2013 erneut Gedenksteine nötig werden. Der Förderverein Steinwache / IRPK, eigentlich der Erinnerung an den historischen Faschismus und seine Opfer verpflichtet, stellt sich der Aufgabe: Wir werden uns weiterhin und verstärkt auch gegen den Neofaschismus stellen und vollziehen dazu den Schulterschluss mit den Dortmunder Bündnissen und Initiativen.“
Um noch besser „Flagge zeigen“ zu können, möchte der Verein, der vor zwei Jahren aus Förderverein Gedenkstätte Steinwache und dem Internationalem Rombergpark-Komitee zusammengeschlossen wurde, ein gemeinsames Logo entwickeln lassen.
Als Mitglied der FIR (Fédération Internationale des Résistants – Association antifasciste) werden die Dortmunder einen Delegierten zur internationalen Konferenz im Oktober in Sofia/Bulgarien entsenden.
Vorstandssitzung am 26. Juli 2013
Die nächste Vorstandssitzung des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache / Internationales Rombergpark-Komitee ist am Freitag, dem 26. Juli 2013, ab 15.30 Uhr im Sitzungsraum der Steinwache.
Gedenken in Hombruch am 27. Juli 2013
Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache / Internationales Rombergpark-Komitee lädt ein zu einer Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung am
Samstag, dem 27. Juli 2013,
um 11 Uhr an der Gedenktafel in Hombruch, Harkortstraße, Sparkasse am Hombrucher Markt.
Wir wollen an die von den Faschisten ermordeten Hombrucher Widerstandskämpfer
Hans Grüning und Friedrich Husemann
erinnern.
Förderverein führte Jahreshauptversammlung durch
Der neue Vorstand ist weitgehend der alte
In Anwesenheit von Oberbürgermeister Ullrich Sierau fand am 1. Juni 2013 die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache/Internationales Rombergpark-Komitee statt. Jürgen Peters vom Antirassistischen Bildungsforum sprach zu aktuellen Entwicklungen und Erscheinungsformen des Neofaschismus in Nordrhein-Westfalen und in Dortmund.
Die Nazis seien in Dortmund zersplittert und geschwächt; sie in unserer Stadt ganz zu überwinden, müsse das Ziel aller Demokraten sein, so Ullrich Sierau, Oberbürgermeister und Mitglied des Fördervereins. Der OB unterstrich den erreichten Stand des Vorgehens gegen Rechts in Dortmund. Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache/Internationales Rombergpark-Komitee habe Anteil am gemeinsamen Handeln gegen den Rechtsradikalismus sowie in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit.
Sierau lobte insbesondere auch das Engagement der jungen Botschafterinnen der Erinnerung, die sich in Dortmund in der Erinnerungskultur inzwischen einen Namen gemacht haben. Das Engagement dieser jungen Menschen habe ihn beeindruckt, insbesondere auch bei der Aufarbeitung einer Reise nach Auschwitz im vergangenen Jahr.
Die Mitgliederversammlung dankte dem Jugendring Dortmund sowie den Aktivisten des Heinrich-Czerkus-Laufes für die gute Zusammenarbeit anlässlich des jährlichen Karfreitagsgedenkens. Der Czerkus-Lauf habe großen Anteil daran, dass mit der Teilnahme von Borussia Dortmund in der Bittermark eine starke Aussage und – trotz des Schneesturms beim diesjährigen Karfreitagsgedenken – eine noch höhere Beteiligung erreicht werden konnte.
Die Mitglieder wählten erneut Ernst Söder zum Vorsitzenden. Zu Stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Norbert Schilff, Doris Borowski und Georg Deventer. Außerdem arbeiten neun Beisitzende im Vorstand mit. Das Mandat des Kassierers übt weiterhin Marc Frese aus, ebenfalls wiedergewählt wurden die Kassenprüferinnen Renate Büker und Helga Disterhöft.
Mitgliederversammlung mit Wahlen am 1. Juni 2013
Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache / Internationales Rombergpark-Komitee lädt seine Mitglieder für Samstag, den 1. Juni 2013, zur Mitgiederversammlung ein. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Wahlen zum Vorstand. Die Versammlung beginnt um 10.30 Uhr im Tagungsraum der Steinwache.
Am Beginn der Tagung gibt es einen Vortrag des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland zu aktuellen Entwicklungen und Erscheinungsformen des Neofaschismus in NRW und Dortmund. Zu dem Vortrag sind alle Interessierten eingeladen.
Zum Vortrag
So einiges hat sich seit dem Verbot diverser Neonazi-Parteien in der ersten Hälfte der neunziger Jahren verändert. Die Szene hat sich geöffnet für Einflüsse aus anderen Jugendkulturen, sie ist „bunter“ geworden und hat davon profitiert. Neben der NPD bildete sich ein Netzwerk „Freier Kräfte“, die sich in vermeintlich unverbindlichen Gruppen ohne jeden formaljuristisch erfassbaren Status organisierten.
Dass sich die Neonazi-Szene relativ schnell in ihren Organisierungsformen wandeln kann, zeigt die aktuelle Entwicklung in NRW: Nach dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie wurden im Jahr 2012 auch in NRW mehrere „Freie Kameradschaften“ zu Vereinen erklärt und nach dem Vereinsrecht verboten. Ein Teil der Szene setzt jetzt wieder auf eine Partei: auf „Die Rechte“, mit Schwerpunkt in Dortmund.
Der Vortrag gibt einen Überblick über Veränderungen und Kontinuitäten im Neonazispektrum. Außerdem erfolgt eine grobe Bestandsaufnahme der aktuellen extrem rechten Parteienlandschaft in NRW, die sich zurzeit auf die anstehenden Bundestagswahlen sowie auf die NRW-Kommunalwahlen vorbereitet. Am Rande soll auch auf eine weitere extrem rechte Strömung eingegangen werden, die aktuell auf sich aufmerksam macht: Die „Identitäre Bewegung“.
Hinweis
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
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Wir verweisen auf die Berichterstattung auf Der Westen.


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