80 Jahre Kriegsende – Gemeinsame Aktion an Karfreitag in der Bittermark

2025 jähren sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch die Massenmorde der Gestapo im Dortmunder Süden zum 80. Mal. Deshalb planen wir als städtische Organisator*innen eine besondere Aktion für die Gedenkveranstaltung an Karfreitag am Mahnmal in der Bittermark. Die Gedenkveranstaltung ist die älteste und größte in Dortmund und erinnert an das schwerste örtliche NS-Verbrechen: die Morde der Gestapo an mehr als 200 Menschen in Bittermark und Rombergpark kurz vor Kriegsende.

Knapp 200 der anonym beigesetzten Opfer liegen in den Gräbern hinter dem Mahnmal in der Bittermark, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Die einzigen persönlichen Verweise auf die Opfer sind Gegenstände, die bei ihrer Umbettung in die heutige Grabanlage gefunden wurden. Als Höhepunkt und Abschluss der Gedenkveranstaltung sollen sich in diesem Jahr knapp 200 Menschen vor je ein Grab stellen und jeweils ein großes Foto von einem der gefundenen persönlichen Gegenstände der Opfer halten und so auf eindrucksvolle Weise an die Nazi-Opfer erinnern. Dafür brauchen wir personelle Unterstützung.

Geplant ist ein Probetermin im Vorfeld, und zwar am 29. März um 15:00 Uhr am Mahnmal. Am Tag selbst, Karfreitag, 18. April 2025, müssten die Teilnehmenden rechtzeitig um 14:30 Uhr am Stand der Steinwache am Rand der Wiese vor dem Mahnmal sein, wo sie die Fotos bekommen. Um 15:00 Uhr beginnt die Gedenkveranstaltung und geht insgesamt bis etwa 16:30 Uhr. Gegen Ende gehen die Teilnehmenden nach Aufforderung durch den Moderator Friedhelm Evermann, Sonderbeauftragter des Oberbürgermeisters für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, nach vorne, nehmen vorher markierte Plätze vor den Gräbern ein und bleiben dort einige Minuten stehen. Anschließend wird das Publikum wie bereits in den vergangenen Jahren eingeladen, nach vorne zu kommen und am Mahnmal und den Gräbern Blumen niederzulegen. Damit enden Gedenkveranstaltung und Aktion.

Für die benötigte Planungssichersicherheit brauchen wir konkrete Zusagen und freuen uns über Anmeldungen unter der Adresse der Steinwache:

steinwache@stadtdo.de

Dr. Markus Günnewig
Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Stadtarchiv Dortmund
Märkische Straße 14
44122 Dortmund
Telefon: 0231 – 5027685
Telefax: 0231 – 5026011
http://www.dortmund.de/steinwache
http://www.facebook.com/steinwache

Nachruf Jutta Reiter

Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee e.V. trauert um Jutta Reiter, die am 23. Januar 2025 nach schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren verstorben ist. Die langjährige Dortmunder DGB-Vorsitzende und Geschäftsführerin der DGB-Region Dortmund-Hellweg war viele Jahre auch Mitglied des Fördervereins und unterstützte engagiert die vielfältigen Aktivitäten im Rahmen der wichtigen Erinnerungsarbeit und der Gedenkkultur in unserer Stadt. Wir haben mit ihrem zu frühen Tod eine aufrechte und engagierte Demokratin verloren, die furchtlos den Kampf gegen den Rechtsextremismus und alle Angriffe auf die Menschenwürde geführt hat. Mit Leidenschaft und Entschlossenheit setzte sie sich in ihrem Leben und Werk in unserer Zivilgesellschaft für die Werte Vielfalt, Toleranz und Bewahrung der Demokratie ein. Das Zurückdrängen der Nazi-Szene in Dortmund ist auch ihr Verdienst. Sie erhob immer klar und deutlich ihre Stimme, um auf die Gefahren für unsere Demokratie aufmerksam zu machen. Wir trauern um eine liebenswerte und menschlich hoch geschätzte Weggefährtin, die uns mit ihrer freundlichen und empathischen Art so viel gegeben hat. Wir werden Jutta Reiter in liebevoller und dankbarer Erinnerung behalten. Sie wird uns fehlen.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt ihrer Familie.

Georg Deventer

Vorsitzender

Beim Antikriegstag 2023 an der Steinwache

Beim Antikriegstag 2018 an der Steinwache mit Anja Weber, DGB-Landesvorsitzende NRW, OB Ullrich Sierau (r.) und Klaus Lenser, Bürgerradio

Vortragsveranstaltungen in der Steinwache – 1. Halbjahr 2025

In der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache werden auch im 1. Halbjahr 2025 mehrere öffentliche Veranstaltungen angeboten, über die wir seitens des Fördervereins gern informieren möchten. Die Steinwache bietet auch öffentliche Stadtrundgänge in Dortmund zum Holocaust sowie Führungen durch die Mahn- und Gedenkstätte an. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, die Veranstaltungen finden zum Teil in Kooperation mit dem Förderverein Steinwache statt. Alle Themen und Termine sind hier im Programm des Stadtarchivs ersichtlich:

FIR-Spendenaufruf und Jahresbericht 2024

Bitte beachten Sie den Spendenaufruf der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschisten, deren korporatives Mitglied der Förderverein Steinwache – Int. Rombergparkkomitee e.V. ist, in unserer Rubrik „FIR-Newsletter“.

Unseren aktuellen Jahresbericht finden Sie im PDF-Format in der Rubrik „Jahresrückblicke“ auf dieser Webseite.

Wir wünschen unseren Mitgliedern und Freunden friedliche Weihnachten und ein glückliches und gesundes Jahr 2025.

Spendenübergabe an Obdachlosenhilfen und Beratungsstelle Backup-Comeback

Bei der Veranstaltung „Kunst und Kultur gegen das Vergessen“ im November im Hansatheater konnte nun die Veranstaltergemeinschaft den Benefizerlös in Höhe von 2.400 € den vier Vereinen und Projekten überreichen. Im „BierCafe West“ im Eugen-Krautscheid-Haus der AWO am Westpark freuten sich über jeweils 600 € Hartmut Anders-Hoepgen, Kerstin Pischkowski und Heinz Höne vom Trägerverein der Beratungsstelle Backup-Comeback, Katrin Lauterborn, Geschäftsführerin des Gast-Haus, Tanja Walter von Bodo und AWO-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Anja Butschkau für das AWO-Projekt „Tiny-Houses“ für Obdachlose.

Für die Veranstaltergemeinschaft sprach der Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache – Intern. Rombergparkkomitee, Georg Deventer, seinen Dank an die Künstlerinnen und Künstler aus, deren gespendeten Werke im Hansatheater verkauft wurden.

Darüber hinaus spendeten anstelle eines Eintrittsgelde die nahezu 200 Gäste bei dem Abend am 20. November. Im Hörder Hansatheater – bei der Spendenübergabe war auch Rudi  Strothmüller zugegen – stand ein begleitendes berührendes und bewegendes Bühnenprogramm mit Lesungen und Musik unter dem Leitgedanken „Haltung zeigen, gegen rechte Demagogie, für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.

Auf dem Foto auch Klaus Lenser, Moderator des Abends und Margret Deventer vom ehrenamtlichen Helferteam.

Foto v.l.n.r.: Rudi Strothmüller, Georg Deventer, Tanja Walter, Hartmut Anders-Hoepgen, Kerstin Pischkowski, Heinz Höne, Klaus Lenser, Anja Butschkau, Kerstin Lauterborn, Margret Deventer

Gedenkstättenfahrt Buchenwald und Weimar am 9.-11. Mai 2025

In Kooperation mit der Auslandsgesellschaft e.V. und mit Unterstützung des Fördervereins Steinwache – Int. Rombergparkkomitee e.V. findet im kommenden Mai die o.g. Studienreise statt. Wir laden wir herzlich zur Teilnahme ein, die Anmeldung ist bis zum 28.2.2025 möglich. Nähere Informationen finden Sie in folgendem Flyer: